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Zur Sprache
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| Unsere Sprache ist, wie die meisten Sprachen, die der Herrschenden. |
| Wir fänden es gut, eine eigene Sprache mit eigenen Begriffen zu haben, die unserer Utopie näher kommt. Das
gelingt unsauber nur in Ansätzen. Ein besonderer Punkt ist die Unterdrückung der Frauen in der Sprache.
Zumeist wird bei Berufsbezeichnungen nur die männliche Form angegeben. Es wird davon geredet, dass jemand
zum Arzt geht, auch wenn das in Wirklichkeit eine Ärztin ist. Die Aufzählung von solchen Beispielen ließe sich
endlos fortsetzen. |
| Die andere Form aber, immer die weibliche und männliche Form auszuschreiben, mindert manchmal die
Verständlichkeit, ist aber auf jeden Fall mehr Arbeit. |
| Eine Lösung bieten hier wohl nur neue Begriffe. Wir haben auch nach neuen Begriffen z.B. für Arzt/Ärztin
gesucht, aber keine befriedigenden gefunden (die Spritze,
Weißkittel, Kontrollärztin).Aber wenn wir dann z.B. Facharzt/ärztin sagen wollten, wurde es mit den Begriffen schon schwierig. Eine laue Lösung aus diesem
Dilemma ist der Weg, den wir auch in der Broschüre beschreiben: |
| Wir reden manchmal von dem Arzt, dem Facharzt, dem Patienten usw., an anderer Stelle von der Ärztin, der
Fachärztin, der Patientin. Das heißt dann nicht, dass damit eine Frau oder ein Mann gemeint ist. Es steht immer
für beide. |
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